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Rückkehr zu den Wurzeln


1994, auf der Rückfahrt von einer Geschäftsreise, hat Michel eine Erleuchtung: Hör auf, den Businessman zu spielen und kehre zur Domäne zurück ! Am nächsten Tag spricht er mit dem Präsidenten der Winzergemeinschaft, Jacques Luquet, der ihn gut versteht und ihm grünes Licht für einen Ausstieg in einem Jahr gibt.
Seit 1995 ist Michel nun Vollzeitwinzer in seinem Rebgarten, in dem er die Arbeiten wieder neu aufnimmt, die er vor Jahrzehnten anfing. Sein Vater war damals sehr schockiert über den Verlust des Sohnes und hatte sich geschworen, den Rebgarten nicht zu erneuen, um ihn zu bestrafen. Also findet Michel sehr alten Carignan, Cinsault und Grenache vor, die dem Ausreißfieber zugunsten von sogenannten besseren Rebsorten entkommen waren.


Aber Erneuerungen sind notwendig: um die Arbeiten besser zu organisieren, müssen Parzellen gruppiert, andere ausgerissen, neue angepflanzt werden. Auch der Keller braucht Edelstahltanks, eine neue Presse usw.




Michel ist in der Winzergemeinschaft Val d’Orbieu geblieben, der er einen großen Teil seines Weins liefert. Neue Cuvées kommen hinzu: Esprit de Grain rosé und Cousu Main. Recht unzufrieden ist er mit der Politik seiner ehemaligen Firma und beschließt, sich selbst um den Verkauf seiner Produktion zu kümmern: Kein Verkauf mehr von losen Weinen, nur noch Flaschen, direkter Verkauf an Fachgeschäfte, Gastronomie in Frankreich und im Ausland.


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Michel und Uschi

Seit 1996 ist er nicht mehr allein. Seine Lebensgefährtin Uschi hilft ihm, sich um die inzwischen 40 ha zu kümmern.
Im Sommer 2007 eröffnen sie den Espace Chorus. In diesem hellen, freundlichen Raum, der so gar nicht an einen Weinkeller denken lässt, kann man natürlich die Weine probieren, aber auch eine Tasse Kaffee oder Tee mit hausgebackenem Kuchen zu sich nehmen.